Seit 2007 wird an einem Konzept für die Umgestaltung des Woogbachtals gearbeitet.
Foto: Bernhard Bumb
27.12.2011
Woogbachtal soll naturnah umgestaltet werden
Konzept mit Bürgern erarbeitet
Kosten: 1,5 Millionen Euro
Speyer. - Das Woogbachtal soll ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden. Die Stadtteilzeitung „Im Westen gibt’s NEUES“/Ausgabe 3, 2011 informiert über den aktuellen Stand der bisherigen Überlegungen zu diesem Projekt. Die Kosten für die Umgestaltung des Bachabschnitts im Gebiet „Soziale Stadt Speyer-West“ liegen bei 1,5 Millionen Euro, so die Zeitung. Aus dem Programm „Aktion Blau“ seien Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz beantragt. Bei positivem Bescheid würden für die vorgesehenen Maßnahmen am Woogbach bis zu 90 Prozent an Fördermittel nach Speyer fließen.
Westlich der B9-Brücke, entlang des Südufers, soll eine Bachaufweitung durchgeführt werden. Das bedeutet, ein leicht geschlängeltes neues Bachbett wird derart bogenförmig angelegt, so dass eine Insel zwischen dem Woogbach und diesem künstlichen Bachlauf entsteht. Die Kleingärten gegenüber, entlang des nördlichen Ufers, bleiben unberührt.
Eine Bachverbreiterung/Bachaufweitung soll vom Bereich des Hauses Pannonia bis zur Eisenbahnbrücke stellenweise erfolgen, beim „Pannonia“ mit einem Kiesbett ausgestettet. Eine Hundewiese und ein Sitzplatzbereich sollen auf der Südseite des Bachs zwischen dem Fuß- und Radweg zur Woogbachschule und Theodor-Heuss-Brücke verwirklicht werden. Auch die Kleingärten in diesem Abschnitt bleiben so, wie sie sind.
Sitzplätze und eine Bachaufweitung mit einer kleinen Insel soll es südlich der Sportanlage geben. Gegenüber der Einmündung der Eugen-Jäger-Straße in die Friedrich-Ebert-Straße können sich die Planer eine Wiesenterrasse bis zum Bach vorstellen. Zwischen der Brücke/Burgstraße und der Eisenbahnbrücke sind im Zuge einer nochmaligen Bachaufweitung zwei Inseln vorgesehen.
Weg der Generationen
In der Stadteilzeitung heißt es: „Die Aue des Woogbachtals spielt als zentraler Grünzug … eine wichtige Rolle für die Naherholung … und für ein attraktives Wohnumfeld.“ Und weiter: Die parkartigen Grünanlagen, der den Bach begleitende Rad- und Fußweg, die Sport- und Spielanlagen sowie die Kleingärten seien nicht wegzudenken, auch wenn sie teilweise in die Jahre gekommen seien.
Ein wesentliches Leitmotiv hinsichtlich der Erneuerung des Woogbachtals sei der „Weg der Generationen“, der in Aktivitäts- und Ruhebereiche unterteilt, offene Angebote für alle Nutzer vorsehe. Der kanalartige Verlauf des Baches soll naturnahe gestaltet werden. Die Kleingartenanlagen bleiben im Zuge der angedachten Maßnahmen erhalten. Sitzblöcke sollen zum Verweilen und Ausruhen einladen und „Spielen am Wasser“ soll möglich sein. Die Planungen berücksichtigen zudem barrierefreie Zugänge für Behinderte.
Das Konzept für die Umgestaltung des Woogbachtals resultiert aus mehreren Bürgerbeteiligungen. Anregungen, Ideen, Vorschläge lieferten nach Angaben der Zeitung eine Zukunftswerkstatt (2007), in den Jahren 2009/2010 das Jugendcafé im Woogbachtal, Kleingärtner, die Burgfeldschule, der Stadtteilverein, Hundebesitzer, das Haus Pannonia und interessierte Bürger. Über den Stand der Planungen konnten sich Anwohner und Interessenten beim Spielefest „Voll was los“, auf dem Adventsmarkt 2010/Berliner Platz und in Sprechstunden umfassend informieren.
-bb-
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